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Ausstellung

Bis zum 2. April 2017 zeigen wir Sonntags von 11 bis 17 Uhr die 79. Sonderausstellung mit den Thema "150 Jahre Hamburger Straßenbahnen". Zum Plakat. Von der Pferdebahn bis zur Stilllegung 1978 gibt es zahlreiche teils noch nie gezeigte Bilder zu sehen. Im Herbst kommen aktuelle Bilder aus den letzten 12 Monaten aus dem Geschehen beim VVM und beim Nahverkehr des Nordens in Form einer kleinen Chronik hinzu. Knappe, aber informative Texte erläutern die Bilder, Netzpläne verdeutlichen, wo was fuhr.

Ab 1866 fuhren die ersten Pferdebahnen, 1879 folgte die Dampftramway in die Nachbarstadt Wandsbek, die aber 1897 dem 1894 begonnenen elektrischen Betrieb wich. Ab 1920 wurden die Straßenbahngesellschaften verstaatlicht und gingen in der Hochbahn AG auf, die zuvor nur die später U-Bahn genannten Hochbahnen betrieb. Medien und Autoclubs betrieben in den 1950er Jahren erfolgreich Hetzkampagnen gegen die Tram, ein angebliches Verkehrshindernis. Tatsächlich blieben aber nicht die Autos in den Tram-Staus stecken, sondern die Trams in den Autostaus.

1957 kam folgerichtig der Beschluss zur Abschaffung der Tram und Ersatz durch U-Bahnen und Zubringerbusse. Die U-Bahnen kamen meist nicht, die Busse schon, was drastische ÖPNV-Fahrgastverluste zur Folge hatte. Noch heute liegt der ÖPNV-Anteil am Nahverkehr in Hamburg weit unter dem vergleichbarer Städte... Eigentlich hätten wir auch eine Ausstellung 150 Jahre S-Bahn zeigen können, denn auch die Verbindungsbahn zwischen Hamburg und Altona als Keimzelle der S-Bahn wurde 1866 in Betrieb genommen.
Bild nicht anzeigbar Pferde- und Dampfstraßenbahn waren aufwändig im Betrieb und die Fahrpreise überforderten die meisten Arbeitnehmer, dennoch verbanden solche Bahnen Hamburg bereits mit den Nachbarstädten Altona und Wandsbek. Erst mit der ab 1894 begonnenen Umstellung auf elektrischen Oberleitungsbetrieb wuchs das Netz schneller und die immer weiter steigenden Entfernungen zwischen Wohnung und Arbeitsplatz machten die Elektrische im Berufsverkehr bald unverzichtbar. Foto: © W. Greiffenberger.

Bild nicht anzeigbar Die verschiedenen Straßenbahngesellschaften konkurrierten miteinander, arbeiteten aber dennoch zusammen, indem sie gegen Bezahlung auch Wagen anderer Gesellschaften über ihre Gleise fahren ließen. In der Gestaltung der Fahrzeuge ging man jedoch deutlich unterschiedliche Wege. Erst mit der Verstaatlichung Anfang der 1920er Jahre unter der Regie der mehrheitlich in Staatseigentum stehenden Hochbahn AG gab es Vereinheitlichungen und Abbau von Parallelverkehren sowie einen einheitlichen Straßenbahntarif. Foto: © W. Greiffenberger.